Zeit zur Besinnung

Ukrainisches Ensemble „Wissokij Samok“ besucht kurz vor Ferienbeginn die Max-Reger-Mittelschule

Dass das Warten auf das Christkind bzw. letztlich auf die Weihnachtsferien eine zähe Angelegenheit sein kann, braucht man einem Schüler nicht zu erzählen. Meistens sind die Wochen voll mit Probearbeiten, Leistungserhebungen und diversen weihnachtlichen Aktionen. Dass dabei mitunter die Emotionen überschwappen, ist auch nicht unbedingt neu.

Umso neuartiger war für knapp 300 Schüler und Lehrer der Max-Reger-Schule der Auftritt von Andrij Jazkiw und seinen sechs Musikkollegen mit dem Bandnamen „Wissokij Samok“ („Das hohe Schloss“). Allesamt stammen aus der Philharmonie Lwiw (Lemberg) und sind Könner ihrer Instrumente.  Der Auftritt wurde für die Schüler- und Lehrerschaft eine völlig andere Art der weihnachtlichen Besinnung, fernab von traditionellen Weihnachtsfeiern, - ausflügen oder Christkindlmarktsbesuchen.

Rektor Karl-Heinz Badenberg hieß das Septett herzlich willkommen und freute sich über den Besuch, der auf Umwegen über den ehemaligen Beratungsrektor Bertram Nold zustande kam.

Mit den bekannten Weihnachtsliedern „Oh, du fröhliche“ und „Oh Tannenbaum“ wehte weihnachtliche Musik durch die vollbesetzte Turnhalle und trieb viele der Zuhörer zum Mitsingen. Absolute Ruhe herrschte bei den klassischen Stücken wie zum Beispiel „Abendlied“. Teilweise hatte man den Eindruck, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Diese Stille war für alle ein ungewohntes, wohltuendes Gefühl im Trubel der Adventszeit.

Aufwühlend und abwechslungsreich waren Werke, die zum Tangotanzen einluden, den Jazz huldigten oder auch nur einfach zum Mitklatschen hinrissen. Europäische  Klassik, deutsche und ukrainische Weihnachtslieder, Volkstümliches, garniert mit einer einzigartigen Spielfreude – fertig war ein bunter Musikcocktail!

Gefangen wurden die Pennäler auch vom beachtlichen Instrumentenrepertoire der Vollblutmusiker: Geige, Akkordeon, Schlagzeug, Klarinette, Kontrabass, Schlagzeug, E-Gitarre, Cello, Trompete, Flöte sowie Zymbalon, Sopilka (Hirtenflöte) und Bandura (Zupfinstrument). Letztere drei sind typische ukrainische Instrumente, die in der Folklore des osteuropäischen Landes ihren festen Platz haben.

Nach dem lauten, anhaltenden Schlussapplaus verabschiedeten sich die Ukrainer mit dem bekannten Stück „Der einsame Hirte“ von James Last.

Der künstlerische Leiter Andrij Jazkiw führt durch ein buntes Programm an der MRS

 

Ein besonderer Auftritt an der MRS: „Wissokij Samok“

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